Minister Dobrindt übergibt einen Förderbescheid zum 5G-Wettbewerb an Landrat Sven Hinterseh im Besein von Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei und der Moderatorin.

Erste Hürde im 5G-Wettbewerb genommen

100.000 EUR für die Erarbeitung einer Projektkonzeption 5G-Modell-Region Schwarzwald-Baar

Am Donnerstag, 19. Dezember 2019, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unter der Überschrift #5Gwinnt die 50 besten Konzepte für die Digitalisierung im kommunalen Bereich aus einem Feld von 138 Bewerbern deutschlandweit prämiert. Die vom Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar eingebrachte Projektskizze hat den maximalen Förderbetrag von 100.000 EUR erhalten.

“Mit unserem Vorschlag, die Digitalisierung in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Gesundheit und Pflege voranzutreiben, haben wir die entscheidenden Themen für den ländlichen Raum adressiert. Und auch der Vergleich mit den anderen vorgestellten Projekten hat mir gezeigt, dass wir mit unseren Ideen zur Nutzung der 5G-Technik in eine Nische gestoßen sind und bereits jetzt konkrete Alleinstellungsmerkmale im Bewerberfeld markiert haben. Diese werden wir nun mit ganzer Kraft mit Leben füllen und in ein schlüssiges Gesamtkonzept überführen”, blickt der Zweckverbandsvorsitzende Landrat Sven Hinterseh auf die nun kommende Aufgabe der Projektkonkretisierung.

Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei war bei der Förderübergabe in Berlin ebenfalls mit dabei und beglückwünschte den Zweckverband mit Landrat Sven Hinterseh und dem Geschäftsführer Jochen Cabanis. “Es wird sehr schwer werden, nach der nun folgenden zweiten Auswahlrunde mit den Projektkonkretisierungen in der dann anschließenden Schlussrunde mit nur noch zehn 5G-Modellregionen dabei zu sein. Ich bin aber ebenso überzeugt, dass wir reelle Chancen haben. Unser Landkreis ist wirtschaftlich und im Forschungsbereich stark aufgestellt. Außerdem hat der Zweckverband sehr viel Expertise aufgebaut und Vorarbeit geleistet. Das ist für eine Region im ländlichen Raum nicht selbstverständlich und somit ein großer Vorteil“, stellt Frei abschließend fest.

Vertreter der Stadtverwaltung, des Netzbetreibers und des Zweckverbands stehen in einem zentralen Technikstandort.

Bauabschlusstermin in Neukirch

Die Stadtverwaltung Furtwangen und der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar freuen sich, dass in diesen Tagen so gut wie alle Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt in Neukirch abgeschlossen werden können. Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis, Felix Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler IT, Bürgermeister Josef Herdner und Ortsvorsteher und Breitbandbeauftragter Rainer Jung (v.l) kamen zu einem Bauabschlusstermin zusammen. Bereits seit Mitte des Jahres können die ersten Bürgerinnen und Bürger ihren Glasfaser-Hausanschluss nutzen, seitdem sind nach und nach alle Anschlüsse hergestellt worden. Gemeinsam mit der Baufirma KTS, dem Planungsbüro SBK und der Firma Stiegeler IT konnte der Glasfaser-Ausbau in rund einem Jahr abgeschlossen werden. Um die optimale Förderung zu erhalten, musste das Ausbauprojekt geteilt werden. Es sind aber bereits alle Eigentümer angeschrieben worden. Für den 1. Bauabschnitt ist ein Antrag beim Land Baden-Württemberg eingereicht und bewilligt worden.

Ausblick auf den 2. Bauabschnitt:

Der Förderantrag für den Außenbereich Neukirch, Linachtal und Rohrbach ist fast fertig ausgearbeitet und wird voraussichtlich noch vor Weihnachten beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingereicht werden können.

Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis erläutert die Entwicklung der abgschlossenen Hausanschlusszahlen. Hinter ihm ist eine Präsentation zu sehen.

Weiterhin hohe Investitionen in das kommunale Glasfaser-Netz

Auf der 19. Versammlung des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar haben die Mitglieder – zu denen alle Kommunen des Landkreises und der Landkreis selbst gehören – über den aktuellen Stand des Ausbaus und das weitere Vorgehen beraten. Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis konnte berichten, dass man in den vergangenen vier Jahren bereits Baumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 77,3 Millionen Euro fertiggestellt habe. Projekte mit 10,3 Millionen Euro befinden sich aktuell in Bau und weitere Maßnahmen über 21,3 Millionen Euro starten in den nächsten sechs Monaten. Für das Jahr 2020 befinden sich weitere Projekte in Höhe von 16,7 Millionen Euro in der Vorbereitungs- beziehungsweise Anlaufphase. Vom Land Baden-Württemberg hat der Zweckverband bisher Förderbescheide über 33,6 Millionen Euro bewilligt bekommen. Im November gab es die Premiere bei der Bundesförderung, hier wurden die Fördergelder für Projekte in Bad Dürrheim, Blumberg und Gütenbach in Höhe von drei Millionen Euro zugesagt.

Folgende Ortsnetze konnten in diesem Jahr fertiggestellt und in Betrieb genommen werden:

Bad Dürrheim – 1. Bauabschnitt Kernort, Donaueschingen – Neudingen, Donaueschingen – Grüningen, Furtwangen – Neukirch Kernort, Furtwangen – Katzensteig, Gütenbach – 1. Bauabschnitt, Hüfingen – Behla, Hüfingen – Hausen vor Wald, Mönchweiler – Fichten- und Tannenstraße,         Triberg – Kernort 1. Bauabschnitt und Triberg – Nußbach Kernort.

Bisher (Stand Anfang Dezember 2019) hat der Zweckverband 10.399 FTTB-Hausanschlussverträge mit den Eigentümern abgeschlossen. Dieser Hausanschluss bringt das Glasfaserkabel direkt ins Haus und ermöglicht so deutlich höhere Übertragungs-Geschwindigkeiten als das Kupferkabel.

Vertreter der Stadtverwaltung, des Netzbetreibers und des Zweckverbands stehen vor einer großen Kabeltrommel. Im Hintergrund ist die Schule zu sehen.

Hausen vor Wald und Behla sind am Netz

Die ersten Bürgerinnen und Bürger in Behla und Hausen vor Wald können in diesen Tagen ihren Glasfaser-Hausanschluss nutzen. Die beiden Ortsteile sind an das interkommunale Höchstgeschwindigkeitsnetz des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar angeschlossen und in Betrieb. Fast genau vor einem Jahr (4.12.18) wurde der zentrale Technikstandort aufgestellt, die eigentlichen Verlegearbeiten konnten erst nach dem Winter beginnen. „Wir haben in drei Jahren alle Ortsteile mit Breitband versorgen können. Jetzt geht es darum, die Menschen zur Nutzung des geschaffenen Netzes zu motivieren und auch in der Kernstadt werden wir weiter aktiv sein“, führt Bürgermeister Michael Kollmeier aus. Behlas Ortsvorsteher Christoph Martin sieht im Glasfaser-Ausbau einen wichtigen Schritt für eine positive Zukunft seines Dorfes. Hans-Peter Münzer, Ortsvorsteher von Hausen vor Wald, freut sich, dass die Tiefbauarbeiten noch vor dem ersten richtigen Wintereinbruch beendet werden konnten. „Jetzt fehlt in einigen Häusern noch die Abschlussdose, und die Glasfaser muss noch eingeblasen werden“, führt Zweckverbandssprecherin Katrin Merklinger aus, „Doch für das Einblasen benötigen wir Temperaturen von über 4° Celsius. Wann wir also alle Arbeiten abschließen können, hängt extrem von der Witterung ab.“ In beiden Ortsteilen haben sich so gut wie alle Eigentümer für einen sofortigen oder zukünftigen Hausanschluss entschieden. Eine eindrucksvolle Quote, die die Notwendigkeit eines schnellen Internetanschlusses verdeutlicht. Insgesamt wurden in den Bau rund 2,5 Millionen Euro investiert, davon wurden rund 1,1 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Marina Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler IT konnte die ersten Zahlen vorlegen. In Behla haben bereits 20 Kunden einen Vertrag abgeschlossen. Sechs Anschlüsse sind auch schon online. In Hausen vor Wald gibt es 13 abgeschlossene Verträge und vier Kunden, die das schnelle Netz heute schon nutzen können. Wer sich noch über Stiegeler IT, Tarife und Preise informieren möchte, kann zu den Beratungstagen kommen. In Hausen vor Wald findet dieser am Dienstag, den 10. Dezember 2019, von 11:00 bis 18:30 Uhr, im Hausener Rathaus statt. In Behla sind Interessierte am Donnerstag, den 12. Dezember 2019, von 11:00 bis 18:30 Uhr, im Rathaus in Behla willkommen. Marina Stiegeler ist eine Information besonders wichtig: „Nach Vertragsabschluss kümmern wir uns ganzheitlich um den Anbieterwechsel und stellen insofern auch sicher, dass der Wechsel vom alten Anbieter zu uns nahtlos geschieht – inklusive Mitnahme der eigenen Rufnummern.“

Bildunterschrift:

v.l: Hans-Peter Münzer, Ortsvorsteher von Hausen vor Wald, Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier, Marina Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler IT, Zweckverbandssprecherin Katrin Merklinger und Behlas Ortsvorsteher Christoph Martin

Bundesabgeordneter Thorsten Frei überreicht den Förderbescheid an Vertreter aus Blumberg, Bad Dürrheim und Gütenbach sowie Geschäftsführer Jochen Cabanis.

Erste Gelder aus dem Bundesförderprogramm Breitband

Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, freuen sich die Bürgermeister von Blumberg und Bad Dürrheim, Markus Keller und Jonathan Berggötz, und Gütenbachs Hauptamtsleiterin Caroline Heim über die guten Nachrichten aus Berlin. Die Ausbauprojekte für die Blumberger Talgemeinden, den Anschluss der Bad Dürrheimer Realschule am Salinensee und im Gebiet der Hammerbühlstraße sowie die Außenbereiche in Gütenbach erhalten insgesamt Fördergelder in Höhe von drei Millionen Euro und können jetzt umgesetzt werden.

„Die Qualität der Breitbandversorgung entscheidet über die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises“ führt Frei bei seinem Besuch beim Zweckverband aus, “Es ist richtig und notwendig, dass der Bund den Ausbau gerade auch im ländlichen Raum massiv unterstützt. So werden unsere Kommunen in die Lage versetzt, zügig ein umfassendes Netz aufzubauen. Ich bin sehr stolz, dass der Landkreis und die Kommunen im Schwarzwald-Baar-Kreis ganz besonders schnell und konsequent agieren.“

Für Hauptamtsleiterin Heim sind die Fördergelder entscheidend für die weiteren Ausbaupläne in Gütenbach. „Ich freue mich sehr, dass wir in den Genuss der Förderung kommen und damit die unterversorgten Gebiete ausbauen können.“ Bad Dürrheims Bürgermeister Berggötz bedankt sich für die Unterstützung des Bundes und die gute Zusammenarbeit mit dem Zweckverband. „Allerdings haben wir noch die ein oder andere weitere Baustelle, wie zum Beispiel die Kliniken und weitere unterversorgte Gebiete.“ Blumbergs Bürgermeister Keller betont: „Ich freue mich sehr, dass der Bund jetzt ganz konkret Verantwortung für den Breitbandausbau in unserer Region übernimmt. Die Förderung für die Talgemeinden ist die konsequente Fortsetzung unserer gesamtstädtischen Glasfaser-Strategie.“

Beim so genannten „Zuwendungsbescheid in vorläufiger Höhe“ garantiert der Bund 50 Prozent der förderfähigen Investitionen zu übernehmen. Schlussendlich können sogar 60 bis 80 Prozent gefördert werden, da sich das Land Baden-Württemberg ebenfalls an diesem Programm beteiligt.