Unsere ersten GigabitKommunen@BW

Dreimal ging die zum ersten Mal vergebene Auszeichnung „Gigabitkommune@BW“ in den Schwarzwald-Baar-Kreis. Blumberg, Brigachtal und Gütenbach durften vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalisierungsminister Thomas Strobl eine Trophäe entgegennehmen. Alle drei Kommunen haben über 97 Prozent ihrer Gebäude mit Glasfaser angeschlossen.

„Leistungsfähige Gigabitnetze sichern die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben – Schülerinnen und Schüler benötigen stabile Anbindungen für digitales Lernen, Pendlerinnen und Pendler für Homeoffice und Mobilität, Ärztinnen und Ärzte für Telemedizin. Dafür haben die Gigabitkommunen Außergewöhnliches geleistet. Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung – und zugleich ein Signal, dass Baden-Württemberg den flächendeckenden Gigabitausbau entschlossen vorantreibt“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Die Auswahl der ausgezeichneten Kommunen basiert auf den im Breitbandatlas des Bundes veröffentlichten Versorgungsdaten – aktuell mit Datenstand Dezember 2024.

 

Foto: Innenministerium BW

v.l.: Brigachtals Bürgermeister Michael Schmitt, Gütenbachs Bürgermeisterin Lisa Hengstler und Blumbergs Bürgermeister Markus Keller

Wir suchen Dich!

Der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar mit 20 Mitgliedsgemeinden und dem Landkreis hat die Aufgabe, die Breitband (Glasfaser) Infrastruktur im gesamten
Schwarzwald-Baar-Kreis zu planen, weiterzuentwickeln, zu bauen, zu unterhalten und zu verwalten.

Hierfür sucht der Zweckverband zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine/n

Verwaltungsfachwirt/-in (m/w/d) für das Finanzwesen

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Eigenständige Abrechnung von Fördergeldern mit Land und Bund. Erstellung von Verwendungsnachweisen und Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt
  • Eigenständige Abrechnung von Umlagen mit den Zweckverbandsmitgliedern
  • Eigenständige Erstellung weiterer Abrechnungen
  • Zuarbeit bei der Erstellung & Konkretisierung von Förderanträgen
  • Eigenverantwortliche Prüfung von Eingangsrechnungen sowie Erteilung der Rechnungsfreigabe
  • Vorkontierung der Eingangsrechnungen
  • Haushaltsüberwachung der Bauprojekte
  • Anlagenbuchhaltung
  • Allgemeine Unterstützung der Finanzleitung (bspw. bei der Haushaltsaufstellung

Wir erwarten von Ihnen:

  • Eine Ausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst (DiplomVerwaltungswirt/-in (m/w/d) FH / Bachelor of Arts – Public Management), die Verwaltungsprüfung II oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Erweiterte EDV-Kenntnisse, insbesondere der Office-Programme
  • Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge
  • Bereitschaft zur Einarbeitung in Bau- und Förderthematiken
  • Strukturierte und selbständige Arbeitsweise
  • Kommunikationsfreude, Offenheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität
  • Eigenständiges Arbeiten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit

Wir sind eine noch wachsende kommunale Einrichtung, arbeiten teamorientiert und bieten viele Möglichkeiten, Ideen und Fähigkeiten einzubringen.
Die Einstellung erfolgt im Angestelltenverhältnis in EG 10 TVöD in Vollzeit, mit perspektivischer Weiterentwicklung zur stellvertretenden Finanzleitung (EG 11).

Bitte richten Sie Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen bis zum 01.09.2025 an den Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, Humboldtstraße 11, 78166 Donaueschingen oder per Mail an J.Cabanis@Lrasbk.de.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unseren Geschäftsführer, Herr Jochen Cabanis, Tel.: 07721/9135761

Offizielle Netzinbetriebnahme für „Furtwangen-Rohrbach“

Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit sind die Arbeiten für das kommunale Glasfasernetz abgeschlossen. Zur offiziellen Inbetriebnahme konnte Bürgermeister Josef Herdner Ortsvorsteher Georg Kaiser, den Breitbandkoordinator der Stadt Furtwangen, Rainer Jung, Christof Joos vom Netzbetreiber Stiegeler und Katrin Merklinger, Pressesprecherin des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, begrüßen. 176 Grundstückseigentümer wurden vom Zweckverband angeschrieben. Davon haben 160 einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten. 16 haben sich eine sogenannte Ablage an der Grundstücksgrenze legen lassen.

„Alle, die jetzt über die Glasfaser ins Netz gehen, sind begeistert“, sagte Ortsvorsteher Kaiser, „Die alte Kupfer-Technologie konnte den Anforderungen an eine moderne Internetverbindung nicht mehr Stand halten.“

Er dankte der Stadtverwaltung für das große Engagement beim Glasfaserausbau. Bürgermeister Herdner gab das Lob gleich an den Bund und das Land Baden-Württemberg weiter. „Ohne die großzügige Förderung könnten wir uns so ein großes und wichtiges Projekt nicht leisten.“

Breitbandkoordinator Jung wies darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger, die jetzt einen Tarif bei der Firma Stiegeler abschließen können, dafür sorgen, dass Geld in die Stadtkasse zurückfließt. „Für jeder Anschluss, der genutzt wird, bekommen wir Pacht vom Netzbetreiber. Diese Gelder können dann für andere Projekte der Stadt verwendet werden.“

Christoph Joos vom Netzbetreiber Stiegeler konnte berichten, dass bereits über 90 Tarife in Rohrbach gebucht worden sind. „Wir freuen uns, das schnelle Internet zu den Menschen zu bringen und gleichzeitig aktiv sein zu dürfen, dass die Refinanzierung der immensen Bausummen auch klappt.“

„Wir sind mit der Umsetzung des Ausbaus in Rohrbach sehr zufrieden“, sagte Zweckverbandssprecherin Katrin Merklinger, „Unser großer Dank gilt auch der professionellen Arbeit des Planungsbüros MRK Media AG und der Baufirma KTS.“

 

Informationen zum Ausbau:

Der Ausbau beinhaltet alle Objekte auf der Gemarkung Rohrbach. Die Zuführungsstrecke erfolgte vom Ortsteil Schönenbach bis nach Rohrbach. Dort wird ein kleiner zentraler Technikstandort (PoP) aufgestellt, der alle Objekte in Rohrbach versorgen wird. Insgesamt wurden 23 Kilometer Kabelgraben ausgehoben und 95 Kilometer Glasfaser eingebracht. Die Baumaßnahme hat ein Bauvolumen von rund 4,2 Millionen Euro. Da das Projekt Rohrbach gemeinsam mit Neukirch Außenbereich und Linach einen Förderantrag vorläufig bewilligt bekommen hat, sind die Fördersummen noch nicht genau zu nennen. Der Bund beteiligt sich mit 50 Prozent der Kosten, das Land Baden-Württemberg mit bis zu 40 Prozent. Die genauen Summen werden nach Abschluss aller drei Projekte anhand der tatsächlichen Baukosten berechnet.

Offizieller Spatenstich Hochemmingen 1.BA

Die ersten Arbeiten für das das kommunale Glasfasernetz in Hochemmingen laufen bereits – jetzt kann Bürgermeister Jonathan Berggötz, Ortsvorsteher Helmut Bertsche, Bauleiterin Justyna Wroblewska von der Baufirma KTS, Bauüberwacher Ensar Gubaljevic vom Planungsbüro MRK und Heiko Zorn, den Technischen Projektleiter des Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar begrüßen. Die Bauarbeiten starten aus Richtung Bad Dürrheim kommend.

Insgesamt sind 81 Eigentümerinnen und Eigentümer vom Zweckverband Breitbandversorgung angeschrieben worden. Davon haben 34 für einen sofortigen Glasfaserhausanschluss und 20 für eine sogenannte Ablage entschieden. Hier wird das Röhrchen ca. 50 Zentimeter auf das Grundstück gelegt, um bei einer späteren Herstellung eines Hausanschlusses nicht noch einmal den Gehweg, und damit öffentlichen Grund, öffnen zu müssen. Das senkt die Kosten erheblich.

Angeschlossen werden das Gewerbegebiet und die Häuser, die an den Verbindungsstrecken zum Anschluss an das kommunale Glasfasernetz liegen. Alle Informationen zum Ausbau in Hochemmingen finden Sie unter www.breitband-sbk.de.

Informationen zum Ausbau:

– ca. 2.800 m Kabelgraben

– ca. 12.000 m Rohre und Rohrverbände

– ca. 8.800 m Glasfaser

Für diesen Bauabschnitt wurden Fördergelder sowohl vom Bund, als auch vom Land Baden-Württemberg bewilligt.

 

Glasfasernetz-Zusammenschluss der Landkreise Tuttlingen und Schwarzwald-Baar

Zwei kommunale Glasfasernetze werden miteinander verbunden. Die Breitbandinitiative Tuttlingen und der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar dürfen vertreten durch Landrat Stefan Bär und Landrat und Zweckverbandsvorsitzenden Sven Hinterseh zu diesem besonderen Anlass den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalisierungsminister, Thomas Strobl, an der Landkreisgrenze auf der Gemarkung Unterbaldingen begrüßen. Ganz in der Nähe befindet sich der Schacht, in dem die Netze sich treffen.

 

„Tuttlingen und der Schwarzwald-Baar Kreis wachsen digital noch enger zusammen“, sagt Minister Strobl, „Beide Landkreise haben an einem Strang gezogen, um ihre Glasfaser-Backbone-Netze miteinander zu verbinden. Im Land kam es noch nicht oft vor, dass zwei Landkreise ihre Glasfaser-Backbone-Netze verbinden. Genau solche Kooperationen brauchen wir, um den ländlichen Raum zukunftsfähig zu machen! Der Zusammenschluss stärkt die Region technologisch und wirtschaftlich. Als Land haben wir diesen Weg von Anfang an unterstützt: Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren rund 155 Millionen Euro an Fördermitteln in die beiden Landkreise fließen lassen. Wir tun das aus Überzeugung, denn: Jeder Euro, den wir heute in schnelle Netze investieren, schafft die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat.“

 

 

 

 

 

„Zusammen ist man stärker“, sagt Landrat Hinterseh, „Mit der Verbindung unserer Landkreise gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Vernetzung aller kommunalen Glasfasernetze in ganz Baden-Württemberg.“

 

„Die digitale Anbindung ist der Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität. Insbesondere in unseren industriestarken Landkreisen spielt eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung eine zentrale Rolle“, unterstreicht Landrat Stefan Bär. „Der Zusammenschluss der beiden Kreis-Backbones ist wegweisend für die digitale Zukunft unserer Region.“

 

 

 

 

 

NetCom BW-Geschäftsführer Nicholas Prinz hebt hervor: „Der heutige Tag ist ein besonderes Beispiel für gute Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen – zum einen zwischen den beiden Landkreisen mit der Verbindung der Glasfaser-Backbone-Netze. Zum anderen ist die Unterzeichnung unserer Open-Access-Kooperation mit der Firma Stiegeler ein starkes Signal für eine partnerschaftliche Glasfaserversorgung der Region. Als langjähriger Netzversorger im Landkreis Tuttlingen freuen wir uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg.“

 

 

„Ich halte es für sehr sinnvoll, Synergien dort zu nutzen, wo sie sinnvoll sind“, sagt Stiegeler-Geschäftsführer Felix Stiegeler, „Ich freue mich sehr, dass wir heute offiziell die Kooperation mit NetCom BW bekannt geben und in Zukunft auch im Landkreis Tuttlingen unsere Dienste anbieten können.“

 

 

 

Informationen zum Ausbaustand in den beiden Landkreisen:

Vom Backbone im Landkreis Tuttlingen sind mit 213 km ca. 98,5 % fertiggestellt. Die Gesamtnetz Länge der aktiven Rohrverbände inklusive Ortsnetzstrecken und Hausanschlüsse beträgt inzwischen ca. rund 1.000 km. Das kommunale Glasfasernetz umfasst insgesamt ca. 600 Bauwerke, davon ungefähr 200 Kabelverzweiger, 370 Kabelschächte und 30 Technikstandorte (PoPs und MFGs). Die Ortsnetze werden von den Kommunen eigenständig ausgebaut.

 

Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind seit 2014 rund 334 Kilometer des Backbone-Netzes fertiggestellt worden. Ein Alleinstellungsmerkmal des kommunalen Glasfasernetzes des Zweckverbands ist die doppelte Anbindung an zwei Hauptknotenpunkte in Europa (Frankfurt und Zürich). Es werden gleichzeitig auch die Ortsnetze aufgebaut. Insgesamt wurden 61 PoPs und 795 Netzverteiler (NVTs) errichtet. Für rund 20.000 Grundstücke wurden Verträge über einen Glasfaserhausanschluss geschlossen. Aktuell (Stand Dezember 2024) sind schon rund 11.000 Glasfaserhausanschlüsse hergestellt worden. Das entspricht zirka 36.000 Wohneinheiten von Privatpersonen und Gewerbetreibenden.

 

Ohne finanzielle Unterstützung des Bundes und des Landes Baden-Württemberg wäre der Ausbau nicht möglich gewesen.

Informationen zu den Fördersummen:

Landkreis Tuttlingen:

Von den insgesamt 18 Mio. Euro Baukosten für den Backbone wurde eine Fördersumme von 10,5 Mio. Euro bewilligt. 7,5 Mio. Euro musste der Landkreis selbst tragen.

Schwarzwald-Baar-Kreis:
Hier beläuft sich die Bausumme für den Backbone auf insgesamt 26 Mio. Euro. Davon werden 13,8 Mio. Euro durch Fördergelder abgedeckt und 12,2 Mio. Euro durch den Landkreis.