Zweckverbandsvorsitzende Sven Hinterseh und Jürgen Roth und Geschäftsführer Jochen Cabanis stehen mit viel Abstand vor einem Gemälde vor dem Sitzungssaal in Villingen.

Zweckverbandsvorstand im Amt bestätigt

Zum 20. Mal sind am Freitag, den 11. Dezember 2020, die Mitglieder des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar zusammengekommen. Bei der Wahlen des Vorsitzenden und dessen Stellvertreters wurden Landrat Sven Hinterseh und VS-Oberbürgermeister Jürgen Roth einstimmig wiedergewählt.

Geschäftsführer Jochen Cabanis berichtete über die aktuelle Situation des landkreisweiten Ausbaus des kommunalen Glasfaser-Netzes. Im Bereich des landkreisweiten Backbones sind so gut wie alle wichtigen Strecken errichtet. Für die Ortsnetze wurden über den Bund neue Fördermöglichkeiten mit höheren Fördersätzen geschaffen, die der Zweckverband für seine Mitglieder ausschöpfen will. Bereits Ende 2019 waren insgesamt 17,3% der Haushalte im Schwarzwald-Baar-Kreis an das Glasfasernetz anschließbar. Laut einer Studie des Landes Baden-Württemberg belegt der Kreis damit knapp den zweiten Platz, mit weitem Abstand zu so gut wie allen anderen Landkreisen.

Im Wirtschaftsplan 2019 wurden mit Beschluss vom 14.12.2018 im Erfolgsplan Erträge in Höhe von 5.077.700,00 €, Aufwendungen von 4.537.000,00 € und ein Jahresgewinn in Höhe von 540.700,00 € festgesetzt. Nach Abschluss des Wirtschaftsjahres 2019 sind im Erfolgsplan Erträge in Höhe von 4.685.422,32 €, Aufwendungen in Höhe von 4.072.735,32 € und ein daraus resultierender Jahresgewinn i.H.v. 612.687,00 € zu verzeichnen.

Der Zweckverband hat seit 2014 vom Land Baden-Württemberg insgesamt 33,87 Mio. € Fördermittel nach eigener Landesrichtlinie bewilligt bekommen. Von diesen bewilligten Mitteln hat der Zweckverband bereits über 70% abgerufen und somit auch baulich umgesetzt und abgerechnet. Damit ist er eindeutiger Spitzenreiter in ganz Baden-Württemberg.

Seit Herbst 2019 ist der Zweckverband größtenteils auf die Bundeförderung samt Cofinanzierung des Landes BaWü umgeschwenkt, um von den besseren Förderkonditionen trotz erhöhtem Aufwand bei der generellen Bearbeitung zu profitieren. Insgesamt wurden bisher 53 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 54 Mio. € gestellt und bereits über 50 Mio. € sind vom Bund vorläufig bewilligt worden. Auch die entsprechenden Cofinazierungs-Anträge beim Land wurden gestellt. Hier sind knapp 13 Mio. € (von den beantragten 40 Mio. €) vorläufig vom Land Baden-Württemberg bewilligt worden.

Bisher (Stand Anfang Dezember 2020) hat der Zweckverband 11.752 FTTB- Hausanschlussverträge mit den Eigentümern abgeschlossen. Von den fertiggestellten Hausanschlüssen wurden bereits 3.524 (Stand Ende November 2020) vom Betreiber Stiegeler mit entsprechenden Dienstleistungen (Telefon, Internet und Fernsehen) versorgt.

Viele Anschlüsse bis Weihnachten betriebsbereit

Aktueller Ausbaustatus (KW 50):
Spleiß- und Montagearbeiten werden ausgeführt. Dazu werden die Oberflächen wiederhergestellt (insbesondere Asphalteinbau).

Weitere Arbeiten:
Oberflächenwiederherstellung und Montagearbeiten.
Fugenverguss erst 2021.

Aufgrund des Schneefalls werden die Oberflächen erst im Frühjahr final hergestellt. Alle Hausanschlüsse mit Ausnahme der Adressen in Überachen werden noch vor Weihnachten betriebsbereit gemeldet. Der Abtransport des Aushubs aus Überachen erfolgt nächste Woche.

Witterung unterbricht Arbeiten

Aktueller Baufortschritt (KW 49):
Aktuell ist witterungsbedingt kein Arbeiten möglich.

Weiterer Bauablauf:
– Weiterführung der Verlegearbeiten und Hausanschlussherstellung sowie Einbau der Oberflächen in Abhängigkeit der Witterung.
– Der Ausbau wird bis 18.12. fortgeführt, soweit es die Witterung zulässt.

Spleiß- und Montagearbeiten

Aktueller Ausbaustatus (KW 49):
Die Tiefbau- und Verlegearbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Es werden noch Spleiß- und Montagearbeiten ausgeführt.
Die Oberflächenwiederherstellung (insbesondere Asphalteinbau) wird ausgeführt.

Weitere Arbeiten:
Fertigstellen der oben genannten Verlege- und Oberflächenarbeiten.
Die Oberflächenwiederherstellung vor dem Winter hat Priorität. Die Verkehrssicherung ist notfalls durch Provisorien zu gewährleisten.