Tiefbauarbeiten für den Glasfaserhausanschluss der Hochschule Furtwangen. Zwei Bauarbeiter legen einen Verband in den Graben.

Zwei Glasfaser-Hausanschlüsse für die Hochschule Furtwangen

Nach Hackerangriff hilft Gemeinschaftsprojekt bei Wiederaufbau des IT-Netzwerks

Als Reaktion auf den Hackerangriff am 18. September hat die
Hochschule Furtwangen am vergangenen Wochenende innerhalb kürzester Zeit zwei neue
Glasfaser-Hausanschlüsse bekommen. Möglich gemacht hat das die schnelle und flexible
Zusammenarbeit zwischen dem Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, dem
Netzbetreiber Stiegeler und der Firma TR Netzwerk aus Blumberg mit den Verantwortlichen der
Hochschule.

Nachdem die Hochschule Furtwangen am 18. September von Cyberkriminellen gehackt wurde, haben
die zwei Standorte in Furtwangen und Villingen-Schwenningen innerhalb kürzester Zeit jeweils einen
Glasfaser-Hausanschluss gelegt bekommen, über den sie künftig mit schnellem und stabilem Internet
versorgt werden können. Besonders bemerkenswert: Am Campus in Furtwangen waren dazu rund 40
Meter Tiefbauarbeiten notwendig, die kurzfristig geplant, beauftragt und direkt am Samstag, den 23.
September 2023, durchgeführt wurden. Seit Montag ist die Hochschule nun an den beiden Adressen
ans Glasfasernetz angeschlossen und kann darüber das nach dem Hackerangriff vom Netz genommene
IT-System Schritt für Schritt wieder aufbauen.

„Dieses sicher nicht alltägliche Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell und flexibel regionale
Partner zusammenarbeiten und welche Vorteile es hat, wenn alle Beteiligten aus der Region kommen.
Wir sind froh, dass wir der Hochschule gemeinsam helfen konnten“, sagt Geschäftsführer Felix Stiegeler,
der sich gemeinsam mit den Verantwortlichen des Zweckverbands um die Realisierung gekümmert
hatte. „Ich möchte mich explizit für das pragmatische Vorgehen bei der Stadt Furtwangen, der HFU,
Stiegeler, der Firma TR Netzwerk und bei unseren Bauleitern bedanken. So einen Einsatz ohne
Vorbereitung und innerhalb weniger Tage erfolgreich durchzuführen, ist nicht selbstverständlich“, sagt
Jochen Cabanis, Geschäftsführer des Zweckverbands. „Für uns ist die schnelle und effektive Umsetzung
des Glasfaseranschlusses eine große Erleichterung in der derzeitigen Lage. Wir sagen Danke, dass wir
hier in Furtwangen und Schwenningen so schnell und pragmatisch unterstützt werden”, sagt HFUKanzlerin Andrea Linke.

Vertreter der Stadtverwaltung, des Netzbetreibers und des Zweckverbands stehen auf einer Bühne in einem Festzelt. In der Mitte steht ein großer Buzzer und alle drücken eine Hand darauf. Vor ihnen steht ein Förderschild.

Der 1. BA Dauchingen ist online

Die ersten Kundinnen und Kunden können in Dauchingen über Glasfaser ins Internet gehen. Mit einem großen Straßenfest wurde die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes zur Errichtung des kommunalen Glasfasernetzes in Dauchingen gefeiert. Bürgermeister Torben Dorn darf zu diesem Anlass Landrat und Zweckverbandsvorsitzenden Sven Hinterseh, Marina Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler und Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis begrüßen.

Ein ganz besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Dauchingen, die einen großen Teil der Organisation des Festes übernommen hat und für Essen und Getränke sorgt.

Informationen zum Ausbau:

Es sind 471 Eigentümer vom Zweckverband angeschrieben worden. Davon haben sich 276 für einen Glasfaser-Hausanschluss und 68 für eine Ablage entschieden. Es wurden ca. 14.000 m Kabelgraben aufgehoben, ca. 46.000 m Rohre und Rohrverbände Verbände verlegt und ca. 78.000 m Glasfaserkabel eingeblasen. Die Vergabegesamtkosten betragen rund 4 Millionen Euro.

Für dieses Ausbauprojekt wurden zwei Förderanträge beim Ministerium für Digitales und Verkehr gestellt. Einmal wurden Fördergelder für die sogenannten „weißen Flecken“ genehmigt. Hier sind mit den aktuellen Versorgungsleitungen aus Kupfer nur Download-Geschwindigkeiten von unter 30 Mbit/s möglich. Außerdem gibt es Fördergelder für den Anschluss des Gewerbegebiets „Auf Firsten“.

Da die Gemeindeverwaltung Dauchingen in den vergangenen Jahren bei anderen Baumaßnahmen bereits immer Leerrohre für die Glasfaserkabel mitverlegt hat, kann beim jetzigen Ausbau auf diese zurückgegriffen werden. (Eichenstraße, Wittum II, Wilhelm-Feder-Straße, Kehrbühlstraße, Hochfirstweg, Kandelweg und Seebuckweg sowie das Neubaugebiet „Auf der Lehr“).

 

Vertreter des Digitalministeriums, der Stadtverwaltung, der Baufirma, des Planungsbüros und des Zweckverbands stehen mit Spaten vor einem Sandhaufen und schaufeln Sand hoch. Rechts am Rand ist ein Förderschild zu sehen. Im Hintergrund steht ein Banner des Planungsbüros.

Offizieller Spatenstich für das Ausbauprojekt „Furtwangen 3. Bauabschnitt Cluster 3″

Zum Start der Bauarbeiten für das 3. Cluster des 3. BAs in der Furtwanger Kernstadt darf der Breitbandbeauftragte der Stadt Furtwangen, Rainer Jung, vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg Ministerialdirektor Dr. Arndt Möser und Katharina Manthey begrüßen. Ebenfalls nehmen Josef Altmann von der Baufirma KTS Bauunternehmung, Gerhard Radüchel vom Planungsbüro MRK GmbH und Reinhold Mayer und Heiko Zorn vom Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar teil.

Informationen zum Ausbau:

Das Ausbaugebiet wurde aufgrund der Größe in vier Cluster aufgeteilt. Für das Cluster 3 sind 350 Eigentümer vom Zweckverband angeschrieben worden. Davon haben sich aktuell 262 für einen Glasfaseranschluss, dazu werden 85 Ablagen gelegt. Für den Bau werden ca. 12.500 Meter Kabelgraben, ca. 25.000 Meter Rohre und Rohrverbände und ca. 83.000 Meter Glasfaser benötigt.

Für den Ausbau wurden ein Förderantrag beim Bund sowie beim Land BW eingereicht und vorläufig bewilligt. Die genauen Summen werden anhand der tatsächlichen Baukosten berechnet. Die bewilligten Summen basieren nur auf Schätzwerte.

In Furtwangen wurden Teile des Kernortes bereits im Jahr 2017/2018 an das kommunale Glasfasernetz angeschlossen. Mit Unterstützung durch Fördergelder durch das Land Baden-Württemberg konnte die Maßnahme damals erfolgreich umgesetzt werden. Das Netz für den 2. Bauabschnitt Kernstadt Furtwangen und Schönenbach konnte Mitte Juli 2023 in Betrieb genommen werden. Das Ortsnetz in Neukirch und den Außenbereichen ist bereits seit Dezember 2019 bzw. Februar 2023 vollständig betriebsbereit.

Felix Stiegeler (mit Tochter), Oberbürgermeister Jürgen Roth, Zweckverbandsmarketingleiter Dennis Heitzmann und SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen stehen auf dem Eis der Helioserena und drücken gemeinsam auf einen großen Buzzer.

Freies WLAN in der Helios Arena – 2. und letzter Teil

Zum ersten öffentlichen Eistraining steht das glasfaserbasierte freie WLAN in der Spielstätte der WILD WINGS (Bahn 1 inklusive Zuschauertribüne und Umlauf). Dort können ab sofort die Besucherinnen und Besuchern kostenfrei surfen. Bis Ende des Monats ist auch die Technik für den öffentlichen Eislauf, bei den Eisstockschützen und auch im Bereich der Kassen einsatzbereit.

Zur heutigen Inbetriebnahme des kompletten freien WLAN kann Oberbürgermeister Jürgen Roth, SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen, Felix Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler, und den Marketingleiter des Zweckverbands, Dennis Heitzmann, begrüßen.

„Für uns war es wichtig, dass die Helios Arena durch dieses neue Angebot noch attraktiver und besucherfreundlicher wird“, freut sich Roth, „Jetzt wünsche ich allen damit viel Spaß und den Wild Wings einen tollen Start und langanhaltenden Erfolg in der gesamten Saison.“

SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen fügte hinzu: „Wir sind froh, allen Besucherinnen und Besuchern und Sportlern das WLAN kostenlos anzubieten. Vor allem beim öffentlichen Eislauf mit über 50.000 Besuchern pro Jahr.“

Netzbetreiber Felix Stiegeler ist mit diesem ersten offiziellen Testlauf höchst zufrieden: „Es haben sich rund 1000 Leute in das freie WLAN eingeloggt. Das Netz läuft stabil und ist bestens für den Saisonstart vorbereitet.“

„Ich möchte noch nochmals bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bei diesem nicht ganz einfachen und alltäglichen Projekt bedanken“, sagt Dennis Heitzmann vom Zweckverband, „Wir sind froh, mit unserer Glasfaseranbindung der Helios Arena die Basis für ein noch besseres Freizeiterlebnis gelegt zu haben.“

Im ersten Schritt wurde im Dezember 2022 das freie WLAN in der Fürstenberg Lounge, der KARL STORZ-Lounge, der Hockey Lounge und im Mediencenter (Schwarzwald Stüble) für die Presse und den Fotografen installiert. Der Anschluss an das kommunale Glasfasernetz des Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar machte es möglich, enorme Datenmengen in die Helios Arena zu übertragen. Vom Hausanschluss im Technikraum übernahm die Firma Waldmann Elektrotechnik die Verkabelung innerhalb der Arena zu den sogenannten 32 Access Points. Der Netzbetreiber und Internetversorger Stiegeler kann so stabiles und schnelles WLAN ausstrahlen.

Foto v.l.: SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen, Dennis Heitzmann, Marketingleiter des Zweckverbands, Oberbürgermeister Jürgen Roth und Felix Stiegeler vom Netzbetreiber Stiegeler mit seiner Tochter

Fotograf: Sven Lägler

Ober- und Unterbaldingen, Pfohren und Immenhöfe sind am Netz

Das interkommunale Ausbauprojekt „Bad Dürrheim Ober- und Unterbaldingen, Donaueschingen Pfohren und Immenhöfe“ ist abgeschlossen. Viele private und gewerbliche Kundinnen und Kunden verfügen ab sofort über einen betriebsbereiten Glasfaserhausanschluss. Heute konnte das Glasfasernetz offiziell in Betrieb genommen werden.

„Die Stadt Donaueschingen freut sich, dass die Baumaßnahme zügig fertiggestellt werden konnte“, sagt Oberbürgermeister Erik Pauly, „Wir sind mit den Anschluss Pfohrens und den Immenhöfen unserem Ziel, jedes Haus in Donaueschingen und den Ortsteilen an die Glasfaser anzuschließen, wieder ein Stück nähergekommen.“

„Auch die Stadt Bad Dürrheim ist glücklich, wie gut die Baumaßnahme verlaufen ist“, sagt Bürgermeister Jonathan Berggötz, „Es war ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten. Wir bedanken uns bei der Baufirma KTS, dem Planungsbüro MRK und dem Zweckverband.“

Zweckverbandsprecherin Katrin Merklinger konnte berichten, dass insgesamt 382 Eigentümer vom Zweckverband angeschrieben worden sind. Davon haben sich 180 für einen Glasfaser-Hausanschluss und 82 für eine sogenannte Ablage (das Röhrchen endet auf dem Grundstück für einen späteren Anschluss) entschieden.

Aktuell werden bereits 30 Kundinnen und Kunden von Stiegeler versorgt. Am Freitag, den 4. August, findet von 11:00 – 18:30 Uhr im Bürgersaal im alten Rathaus in Unterbaldingen, Weiherstraße 1, ein Beratungstag der Firma Stiegeler statt.Der Bau startete im Februar 2022. Der Ausbau beinhaltete die Strecke von Donaueschingen bis zur Grundschule in Pfohren. Auf diesem Weg konnten auch einige bereits vorhandene Leerrohre genutzt werden. Am Ortseingang von Pfohren erfolgte dann der Abzweig in Richtung Immenhöfe bis nach Ober- und Unterbaldingen. Ab dem Ortsausgang in Unterbaldingen konnten erneut vorhandene Leerrohre bis zur Kreisgrenze genutzt werden. Wodurch eine Verbindung zum Nachbarlandkreis entstand.

Für die Planung, den Ausbau und die Nebenkosten sind ca. 2,8 Millionen Euro eingeplant. Ohne die Fördermöglichkeiten des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr und des Landesministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.